Ratgeber
Google Unternehmensprofil für Gastronomie und Weingüter: Schritt für Schritt
Ein Google Unternehmensprofil kann Gästen Karte, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen direkt in der Google-Suche und auf Google Maps zeigen. Für ein Restaurant oder ein Weingut lohnt es sich, das Profil sauber einzurichten und mit der eigenen Website zu verbinden. Hier steht, Schritt für Schritt, wie das geht.
- Von
- Sebastian Uzice, Webdesigner im Thurgau
- Stand
- Oktober 2026
- Für
- Restaurants und Weingüter
Was Gäste im Profil sehen.
Wer in Google Maps nach einem Restaurant oder Weingut sucht, kann je nach Profil Fotos, Bewertungen und Öffnungszeiten sehen. Je nach verfügbaren Funktionen lassen sich eine Telefonnummer, die Route oder ein Reservationslink aufrufen.
Die Website kommt danach: für die Speisekarte, die Weinliste oder die Details zu einem Anlass. Beides sollte dieselben Angaben machen. Darum lohnt es sich, das Profil nicht dem Zufall zu überlassen.
Ich baue Websites für Restaurants und Weingüter in der Ostschweiz. Eine Übersicht finden Sie unter Webdesign Gastronomie Ostschweiz.
Prüfen, ob es bereits ein Profil gibt.
Suchen Sie Ihren Betrieb in Google Maps. Es kann schon einen Eintrag geben, etwa von einem früheren Pächter, von Gästen vorgeschlagen oder von Google selbst angelegt.
- Profil vorhanden, aber nicht Ihres: Prüfen Sie in Google Maps, ob Sie das Profil beanspruchen oder Zugriff anfordern können, und folgen Sie den angebotenen Schritten.
- Doppelte Einträge: Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) sollte es grundsätzlich nur ein Profil pro Unternehmen und Standort geben; für eigenständige Abteilungen gelten Ausnahmen.
- Kein Profil vorhanden: Legen Sie das Profil an, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
Profil anlegen, mit dem richtigen Namen.
Erstellen Sie das Profil über business.google.com mit einem Google-Konto, das zum Betrieb gehört, nicht mit dem privaten Konto einer Aushilfe. Bewahren Sie die Zugangsdaten sicher auf.
Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) gilt beim Namen: genau so, wie Ihr Betrieb im Alltag heisst. Also «Restaurant Löwen», nicht «Restaurant Löwen – beste Pizza Frauenfeld». Zusätzliche Suchbegriffe im Namen verstossen gegen die Richtlinien von Google.
Die passende Kategorie wählen.
Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) sollen Kategorien das Kerngeschäft möglichst präzise beschreiben. Wählen Sie nur Kategorien, die wirklich zutreffen: Wenige passende sind besser als viele ungefähre. Bei einer eigenen Besenbeiz prüfen Sie, ob eine zusätzliche Kategorie oder ein separates Profil zur tatsächlichen Betriebsstruktur passt.
- Restaurant: Wählen Sie die spezifischste passende Kategorie, zum Beispiel eine bestimmte Küche, statt nur «Restaurant».
- Weingut: In der Regel «Weingut» als Hauptkategorie. Je nach Angebot kommen weitere Kategorien wie Weinhandlung oder Weinbar in Frage.
- Eventlocation: Wählen Sie die Kategorie für Veranstaltungsorte oder Festsäle, die Google anbietet.
Adresse und Bestätigung.
Wenn Ihr Gastronomiebetrieb oder Weingut Gäste vor Ort empfängt, gehört die Adresse sichtbar ins Profil. Prüfen Sie, ob die Markierung auf der Karte beim Eingang liegt. Bei Weingütern ausserhalb des Dorfes kann sie daneben liegen.
Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) ist eine Bestätigung (Verifizierung) nötig. Google bestimmt die verfügbaren Methoden. Folgen Sie den Anforderungen der angebotenen Methode; bei einer Videobestätigung können beispielsweise Standort und Beschilderung relevant sein.
Öffnungszeiten, inklusive Ausnahmen.
Tragen Sie die regulären Öffnungszeiten ein und nutzen Sie zusätzlich die folgenden Angaben. Die Zeiten müssen mit Ihrer Website übereinstimmen, denn Widersprüche verunsichern Gäste.
- Sonderöffnungszeiten können laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) für Feiertage und besondere Anlässe hinterlegt werden. Tragen Sie diese frühzeitig ein, etwa für Weihnachten oder die Weinlese.
- Weitere Öffnungszeiten, sofern verfügbar, zum Beispiel Küchenzeiten, Abholung oder Zeiten des Hofladens.
Website, Speisekarte und Reservation verknüpfen.
Hier lohnt sich ein genauer Blick. Ein Tipp vorab: Ergänzen Sie den Website-Link um utm_source=gbp: mit ? bei einer URL ohne bestehende Parameter, sonst mit &. So lässt sich in einer Auswertung nachvollziehen, wie viele Besuche vom Profil kommen, sofern Ihre Website eine Auswertung nutzt.
Wie die Seiten dafür aussehen können, zeigen Website für Restaurants und Website für Weingüter.
- Website: Verlinken Sie die passende Sprachversion, bei einem deutschsprachigen Publikum also direkt die deutsche Startseite.
- Speisekarte: Verlinken Sie die Speisekarte als Webseite auf Ihrer Website. Die Google-Richtlinien (öffnet in einem neuen Tab) beschreiben, welche Angaben eine Speisekarte enthalten sollte.
- Reservation: Hinterlegen Sie, sofern diese Funktion für Ihre Kategorie verfügbar ist, den Link zu Ihrem Reservationsformular oder -system. Prüfen Sie zusätzliche Buchungsfunktionen bei Ihrem Anbieter.
- Weingüter: Verlinken Sie Ihre Weinliste, den Shop oder das Bestellformular und die Seite zur Degustation.
- Telefon: Hinterlegen Sie eine Nummer, unter der zu den Öffnungszeiten auch jemand abnimmt.
Beschreibung und Attribute.
Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) sollte die Beschreibung den Betrieb vorstellen und keine URLs enthalten. Konzentrieren Sie sich auf den Betrieb statt auf Aktionen oder Preise. Erklären Sie in wenigen Sätzen, was Ihren Betrieb ausmacht: Küche oder Weine, Lage, Atmosphäre, Besonderheiten. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen.
Je nach Kategorie und Region können unterschiedliche Attribute verfügbar sein, etwa Sitzplätze im Freien oder WLAN. Füllen Sie die angebotenen Merkmale aus, soweit sie zutreffen. So erhalten Gäste zusätzliche Informationen zum Betrieb.
Fotos, die Lust auf einen Besuch machen.
Laden Sie echte, aktuelle Bilder hoch und erneuern Sie sie regelmässig, zum Beispiel zur neuen Saisonkarte oder nach der Weinlese. Verzichten Sie auf Stockfotos. Wichtig sind diese Motive:
- Logo und ein starkes Titelbild
- Aussenansicht und Eingang, damit man Sie findet
- Innenräume, Terrasse, Degustationsraum oder Keller
- Gerichte bzw. Weine, gut beleuchtet
- Team und Gastgeber, denn Menschen schaffen Vertrauen
Bewertungen erhalten und beantworten.
Bewertungen zeigen Gästen, wie andere den Betrieb erlebt haben, und können laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) zum lokalen Ranking beitragen. Google nennt Relevanz, Entfernung und Bekanntheit bzw. Beliebtheit als zentrale Faktoren; eine bestimmte Platzierung lässt sich daraus nicht versprechen.
- Fragen Sie aktiv, aber freundlich: über eine kleine Karte mit QR-Code auf dem Tisch, an der Kasse oder in der Bestätigungsmail nach einer Degustation. Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) können Sie einen Bewertungslink oder QR-Code mit Gästen teilen.
- Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) sind Gegenleistungen wie Rabatte oder Geschenke für Bewertungen sowie das gezielte Einholen nur positiver Bewertungen untersagt. Bitten Sie Gäste unabhängig davon um ehrliches Feedback, ob sie zufrieden waren.
- Antworten Sie auf jede Bewertung, idealerweise innert weniger Tage und in der Sprache des Gastes. Bleiben Sie bei Kritik sachlich, bedanken Sie sich und bieten Sie, wenn möglich, eine Lösung an. Ihre Antwort lesen auch künftige Gäste.
Laufende Pflege und Leistung.
Ich empfehle, aktuelle Fotos und Angaben zu pflegen, etwa zur neuen Saisonkarte oder zur Jungweinprobe.
Ich empfehle: Kontrollieren Sie einmal im Monat Öffnungszeiten, Telefonnummer, Links und Kategorie. Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) können im Bereich «Leistung» je nach Profil unter anderem Aufrufe, Routenanfragen und Website-Klicks verfügbar sein. Die Kennzahl «Anrufe» zählt laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) Klicks auf die Anrufschaltfläche, keine tatsächlich geführten Gespräche.
Quellen
Offizielle Google-Hilfe zu den Angaben in diesem Ratgeber:
- Richtlinien für Name, Kategorie und Profilangaben (öffnet in einem neuen Tab)
- Lokales Ranking (öffnet in einem neuen Tab)
- Rezensionen (öffnet in einem neuen Tab)
- Bestätigung (öffnet in einem neuen Tab)
- Verbotene Inhalte und Bewertungsanreize (öffnet in einem neuen Tab)
- Sonderöffnungszeiten (öffnet in einem neuen Tab)
- Leistung und Statistiken (öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen.
Wie bereite ich die Bestätigung vor?
Folgen Sie der angebotenen Methode. Laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) bestimmt Google automatisch, welche Bestätigungsmethoden verfügbar sind.
Ersetzt das Google Unternehmensprofil eine eigene Website?
Nein. Das Profil ist ideal für den schnellen Überblick. Dort bestimmen Sie weder Gestaltung noch Struktur. Auf Ihrer Website stehen die Details: Speisekarte, Weinliste, Degustationen, Events. Beides zusammen gibt Gästen das vollständige Bild.
Wie lange dauert die Bestätigung des Profils?
Das hängt von der Methode ab, die Google Ihnen anbietet. Bereiten Sie das Profil in der Zwischenzeit vor.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen für mein Restaurant oder Weingut?
Fragen Sie Gäste aktiv und machen Sie es ihnen leicht, etwa mit einem QR-Code auf dem Tisch, auf der Rechnung oder in der Bestätigungsmail. Bieten Sie laut Google-Hilfe (öffnet in einem neuen Tab) keine Gegenleistungen an. Ich empfehle, Bewertungen aufmerksam zu lesen und bei Bedarf zu antworten. Das zeigt künftigen Gästen, dass Ihnen Feedback wichtig ist.
Passen Website und Profil zusammen?
Sie haben Ihr Profil eingerichtet, aber Website und Google-Eintrag passen noch nicht zusammen? Schreiben Sie mir unverbindlich. Ich schaue mir beides an und sage Ihnen, wo die grössten Hebel liegen, damit Gäste vom Profil direkt zur Reservation oder Degustation finden.